Altsteirer- Sulmtaler -Rassegeflügelzucht


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Bienen

Die Karnische Honigbiene
Apis mellifera Carnica



Allgemeines:

In einem Bienenstock leben ungefähr 40 000 bis 80 000 Bienen.Eine Königin, im Sommer ca. 1000 Drohnen und natürlich die Arbeiterinnen.
Die Königin:
Sie ist um ein Drittel größer als die Arbeitsbienen. Sie wird durchschnittlich 6 Jahre alt. In dieser Zeit legt sie bis zu einer Million Eier.
Die Drohnen
Das sind die Männchen im Bienenstaat. Sie arbeiten nicht. Ihre einzige Aufgabe ist es, sich mit der Königin zu paaren. Drohnen haben keinen Stachel. Im Herbst wenn die Nahrung Knapp wird, werden sie aus dem Stock vertrieben oder erstochen (=Drohnenschlacht).
Die Arbeiterinnen
Sie leben nur etwa sechs Wochen. Sie kümmern sich um die Jungbienen und um die Königin. Sie halten den Stock sauber,bewachen das Flugloch bauen Waben und suchen Futter.

Die Kärntner Biene (Apis mellifera carnica), auch Krainer Biene genannt, ist eine natürlich entstandene Rasse der Westliche Honigbiene (Apis mellifera). Von den Imkern wird sie auch einfach Carnica genannt.

Sie ist die nördlichste Vertreterin der Balkan-Rassengruppe und war ursprünglich nur in den Regionen südlich der Alpen beheimatet. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet und hat dabei die nördlich der Alpen beheimatete Dunkle Honigbiene (Apis mellifera mellifera)f ast vollständig verdrängt. Gründe waren die größere Volksstärke und der damit zu erreichende höhere Honig-Ertrag.

Da die Kärntner Biene vom südöstlichen Alpenklima geprägt wurde, kommt sie mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht. Die Feuchtigkeit und Unbeständigkeit des Meeresklimas bereitet ihr Schwierigkeiten. Deswegen ist sie auch in England, Frankreich und Skandinavien kaum verbreitet. Die Kärntner Biene ist sanftmütig, hat aber im Gegensatz zu einigen anderen Rassen einen erhöhtenSchwarmtrieb.
Es gibt derzeit in Kärnten Bienen mit einem relativ hohen Carnica-Anteil, aber nur ca. 50 Carnica-Züchter.

In ihrer Heimat Österreich, Jugoslawien, Kroatien und Albanien ist die Carnica wegen der Einfuhr fremder Bienen (insbesondere der Buckfast) in ihrem Bestand gefährdet.


Eigenschaften
Charakterlich wurde die Carnica von ihrer kontinental geprägten Heimat des nördlichen Balkan und der südöstlichen Alpenregion geformt: sie kommt daher in ähnlichen Klimabereichen mit heißen Sommern und kalten Wintern gut zurecht.

Sie überwintert in vergleichsweise schwachen Völkern, zeigt dann im Frühjahr eine zügige Entwicklung, die dann in einen starken Schwarmtrieb mündet. Im Sommer stellt die Carnica während Trachtpausen das Brutgeschäft fast vollständig ein. In Verbindung mit dem starken Schwarmtrieb ist sie daher zumindest außerhalb ihrer Heimat nichts für den Berufsimker, der auf die ständige Einsatzbereitschaft seiner Bienen während des ganzen Jahres ohne ständige Schwarmverhinderungsmaßnahmen angewiesen ist.

Im eher maritim beeinflussten Deutschland hat die Carnica Schwierigkeiten, sich an die langen, mit vielen Wetterrückschlägen behafteten Frühjahre zu gewöhnen. Außer in Deutschland hat sie in kaum einem anderen mitteleuropäischen Land eine nennenswerte Verbreitung gefunden.

Bei deutschen Imkern besonders beliebt ist das typische Vorspiel halten der Carnica, wie sonst bei keiner europäischen Rasse vorkommt: gemeint ist damit das massenhafte "Sich-Einfliegen" insbesondere der jüngeren Arbeiterinnen vor dem Flugloch. Im Vergleich zu benachbarten Völkern könnte hierdurch auf eine besonders starke Volksgröße geschlossen werden.

Weitere typische Eigenschaften der Carnica sind ihre große Sanftmut, Wabenruhe, der auffallend schwach ausgeprägte Bautrieb,
die gute Orientierungsleistung und ein schwacher Hang zur Räuberei.


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