Altsteirer- Sulmtaler -Rassegeflügelzucht


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Warzenenten

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Warzenenten ( Original Auszug aus dem Geflügelstandard 3 überarbeitete Auflage)


Zuchtidee

Widerstandsfähige, schnellwüchsige Ente, die besonders mageres Fleisch liefert; sie besitzt sehr gut ausgeprägte Brutlust und Muttereigenschaften.
Die Erpel erreichen beachtliche Größe.

Was ist zu fordern?


Gut ausgeprägte Größe und Körperform, besonders Rumpfbreite; glattes, glanzreiches Gefieder, breite, lange Schwänze; glatte Gesichtswarzen,
gut ausgebildete Stirnwarze bei beiden Geschlechtern.

Was ist abzulehnen?

Grobe Gesichtswarzen; Gesichtswarzen, die nicht rund ums Auge reichen, fehlende oder zu flache Stirnwarze bei der Ente, zu knollenartige Stirnwarze beim Erpel,
schwache Körperform sowie eine holprige Unterlinie sind unerwünscht.

Geschichtliches

Die Warzenente gehört zu einer völlig anderen Entenart als alle anderen Hausenten. ES handelt sich um die domestizierte Form der Moschußente aus Südamerika. Daher fehlt dem Erpel auch die Schwanzlocke; er ist erheblich größer als die Ente. Die Tiere haben eine leise, zischende Stimme. Kreuzungstiere aus normalen Haus- und Warzenenten sind unfruchtbar. Warzenenten werden in Südamerika seit undenklichen Zeiten von den Kulturvölkern als Haustiere gehalten. Nach der Entdeckung Amerikas gelangten diese Enten nach Europa, wo sie schnelle Verbreitung fanden; bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts sollen sie in Deutschland bekannt gewesen sein. In der ehemaligen DDR wurde die Warzenentenzucht staatlich gefördert; so erlangte diese Rasse dort einen ungeahnt hohen Zuchtstand. Nach dem Fall der Mauer blieben nur wirklich Liebhaber der Rasse treu.

Erpel


Gewicht:
4kg
Rumpf:
Lang gestreckt ,waagerecht getragen sehr breit, aber wenig tief, Unterlinie glatt.Gr.F:Ungenügende Körpergröße,Bauchwammenbildung.
Kopf:
Ziemlich groß mit gewölbten Scheitel, aber flacher Stirn, die Scheitelfedern verlängert und sträubbar ,beim Erpel im Scheitelwellig. Gr.F: Glatter Kopf ohne verlängerte Federn.
Gesicht:
Vom Schnabel bis zum Stirnansatz und seitlich vom Schnabel rund um die Augen bis einschließlich kurzem Zügelstreif hinter dem Auge nackt, möglichst glatt mit flacher Warzenbildung .Stirnwarze muss bei beiden Geschlechtern vorhanden sein. Sie ist Zungenförmig aufgelegt, nicht zu flach, bis zu den Nasenlöchern reichend , vorn nicht über die Nasenlöcher hinausragend, schmaler als der Schnabel Gesichtsfarbe rot, bei Weißen vollkommen rein, bei allen anderen Farbschlägen Schwarzeinlagerungen zulässig, die sich mit zunehmenden Alter ausdehnen können.Vom Schnabel bis zum Stirnansatz und Grobwarzige Gesichtsfläche, zu nackte oder warzige Kehle, fehlende Stirnwarze, Federn in der nackten Gesichtsfläche.
Augen:
Fast in der Mitte des Kopfes liegend, ziemlich groß.
Schnabel:
Mittellang, mit leicht angebogenen First, nach vorn schmal zulaufend und mit hakigem Nagel.
Hals:
Sehr kräftig, mit leicht s.förmiger Biegung. Beim Erpel lang. Oberhalsfedern verlängert, eingeschnürter Oberhalsansatz.
Rücken:
Sehr breit, schwach gewölbt, fast waagerecht.
Schwanz:
Lang, breit, und möglichst Flach, am Ende abgerundet steiffedrig, etwa waagerecht getragen.
Brust:
Breit gut gewölbt etwas angehoben getragen, glatt Gr.F:Kielbildung.
Flügel:
Lang bis zur mitte des Schwanzes reichend hoch getragen ,mit sehr breiten Armschwingen.
Beine:
Läufe mittellang, starkknochig, die SChwimmhäute etwas ausgerundet. Nägel gekrümmt und spitz.
Gefieder:
Außer am Kopf und Oberhals straff, fest anliegend.


Ente




Gewicht:
3kg
Bruteier-Mindestgewicht:

70g
Schalenfarbe der Eier:
Weiß, zuweilen mit leicht gelblichen Schimmer.


Die Ente ist wesentlich kleiner als der Erpel, ihr Hals ist erheblich kürzer, sonst gleicht sie formlich dem Erpel.
Die Schnabelwarze ist das gleiche Gebilde wie beim Erpel, nur entsprechend kleiner, sie muss sich deutlich über den Schnabel erheben.

Ringgröße: Erpel 22, Ente 18


Farbe und Zeichnung

Wildfarbig:
Hauptfarbe tiefes Schwarz, auf dem Rücken reich metallgrün schimmernd, auf den Schwingen ins Stahlblaue übergehend. Unterseite matter glanz, mehr ins Purpurbraune gehend. Große Flügeldeckfedern zum Teil weiß (Spiegel), diese weiße Spiegel dehnen sich mit dem Alter aus, bei Jungtieren sind es nur wenige weiße FEdern, teils von außen kaum sichtbar. Etwas Weiß im Kopf- und Hinterhalsgefieder bei älteren Tieren gestattet.Augen hellbraun;Schnabel am Grunde Schwarzgrau, vorn in Grau bis Fleischfarben übergehend, mit teils hellem Sattelfleck, Bohnedunkel; Läufe schwarz, Zehen heller . Gr.F: Fehlender Gefiederglanz, viel Weiß an Kopf und Hals.

Blau-wildfarbig:

Möglichst gleichmäßiges lichtes blaugrau. die großen Flügeldeckfedern weiß (Spiegel) wie bei den wildfarbigen. Augen- Schnabel und Lauffarbe wie bei wildfarbigen meist etwas aufgehellt.Gr.F: viel Weiß an Kopf und Hals.



Perlgrau-wildfarbig:


Möglichst gleichmäßiges perlgrauam ganzen Körper,jedoch sind weiße Spiegel erlaubt. Augen- Schnabel und Lauffarbe wie bei wildfarbigen meist etwas aufgehellt.
Braun-wildfarbig:


Grundfarbe schockoladenbraunmit kupferfarbigem Glanz, Spiegel wie bei wildfarbigen; Schnabel rot leicht schwarz gefleckt gestattet,mit dunkler SChnabelbohne. Läufe dunkelbraun mit helleren Flecken, Augen hellbraun.
Schwarz:


Möglichst glanzreiches Schwarz, ohne weiße abzeichen. Gesichtsfarbe schwarz angestrebt, Augenfarbe hellbraun, Schnabel -,Lauf und Zehenfarbe schwarz angestrebt.
Weiß:


Reinweiß. Augen hell bis blaugrau; Schnabel rot mit hellfleischfarbigen Stellen.Läufe sattgelb.Gr.F.:Unreine Schnabel -, Warzen- und Lauffarbe


Schecken


Schecken gibt es in Schwarz, Blau mit oder ohne dunklen Saum und in Braun. Auf weißer Grundfarbe gut begrenzte, in sich reine Farbfelder auf Kopf, Schultern, Rücken, Flanken und Schwanz. Die seitliche Begrenzungslinie des farbigen Oberkopfes (Kappe) beginnt an der Schnabelwurzel und zieht sich oberhalb des nackten Gesichtsfeldes bis zum Zügelstreif hiner dem Auge zum Nacken, maximal bis zum eingeschnürten Oberhalsabsatz. Ein weißer Streifen oberhalb des nackten Gesichtsfeldes ist kein Fehler. Bei Blauschecken ist die Oberkopffarbe schwarzblau. Bezüglich der Begrenzungslinie der Kopfzeichnung sind bei dieser Farbe keine hohen Ansprüche zu stellen. Rücken-(Herz-) under Oberschwanzzeichnung bilden geschlossene Farbfelder etwa über oder hinter den Läufen und zieht sich mehr oder weniger breit zum farbigen Rücken und Schwanz. Weißes After- und Unterschwanzgefieder (Keil) ist kein Fehler, sondern erwünscht. Augen-, Schnabel- und Lauffarbe richten sich nach der Verteilung der farbigen Gefiederpartien und sind von untergeordneter Bedeutung. Schnabelbohne bei Schwarzschecken dunkel, hell oder dunkel bei Blau- und Braunschecken. Als Fehlfarben sind wildfarbige Tiere auszuschließen, die nur weiß meliert oder geschprenkelt sind, sowie weiße mit nur kleinen farbigen Flecken. Gt.F.: Fehlender Gefiederglanz; stark melierte Oberkopffarbe, unregelmäßige oder zu große Herzzeichnung; weiße Steuerfedern, störendes Weiß in farbigen Feldern.




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